Tokenisierung und ihre Vorteile für CSRD und LkSG
Da sich die Welt weiterhin auf Nachhaltigkeit und die Auswirkungen der Wirtschaft auf die Umwelt konzentriert, sehen sich deutsche und europäische Unternehmen mit neuen Vorschriften durch die Corporate Sustainability Reporting Directive konfrontiert. Diese Verordnung verpflichtet Unternehmen, jährlich Informationen über ihre Umwelt- und Sozialleistungen offenzulegen. Zehn themenspezifische Standards, die 84 diskrete Offenlegungspflichten zu 1.144 quantitativen und qualitativen Datenpunkten umfassen, müssen in der Berichterstattung berücksichtigt werden. Im Fokus stehen dabei alle ESG-bezogenen KPIs, insbesondere die Wertschöpfungs- und Lieferkette. Neben der CSRD sehen sich deutsche Unternehmen auch einer verschärften Regulierung zur Bewertung ihrer Lieferkette gegenüber.
Aufgrund des geringen Umsetzungsgrades und des zunehmenden gesellschaftlichen Drucks für transparentere Lieferketten wurde im Juni 2021 das Lieferketten-Sorgfaltspflichtgesetz, kurz LkSG, verabschiedet. Ziel des Gesetzes ist es, die Überwachung der Einhaltung von Mindeststandards in der Lieferkette verpflichtend zu machen. Das LkSG ist im Januar 2023 in Kraft getreten und wird schrittweise rund 4.800 Unternehmen in Deutschland betreffen. NFTs können eine Lösung für bessere Datenverfolgung, ein besseres Lieferkettenmanagement und mehr Transparenz sein. Gleichzeitig ermöglichen sie einen kundenorientierteren Ansatz und erleichtern die Berichterstattung und Einhaltung der CSRD und des LkSG. Jeder NFT ist gewissermaßen einzigartig und eindeutig identifizierbar, wodurch er sich wesentlich von „normalen“ Token unterscheidet. Das macht ihn für die Berichterstattung und Nachverfolgung unglaublich nützlich.
NFTs haben das Potenzial, das Lieferkettenmanagement zu revolutionieren. Denn sie ermöglichen die Rückverfolgbarkeit von Produkten, den Datenaustausch und die Verbesserung von Produktion, Transport und Lagerhaltung. Über NFTs können Kund:innen die Herkunft eines Produkts erfahren. SNFTs helfen Unternehmen außerdem dabei, die Eigentümer:innen der Anlage durch schnelle Scans zu identifizieren. Echtzeitdaten und Standortverfolgung verbessern die Bestandsverwaltung, da weniger Fehlbestände und Bestandskontrollen auftreten und die Nachschubdaten genauer sind. NFTs können Missbräuche wie Produktfälschungen ausmerzen und die Haltbarkeit von Produkten sicherstellen. Verkäufer:innen können den CO₂-Fußabdruck einfacher verfolgen und Akteure innerhalb der Wertschöpfungskette transparenter bewerten.
NFTs verbessern den Datenaustausch, indem sie eine transparente Plattform zwischen Unternehmen und Verbraucher:innen schaffen und so das Vertrauen zwischen den Parteien stärken. Sie können für eine bessere Zusammenarbeit in der Lieferkette genutzt werden, da sie eine einzige Quelle für die Beschaffung von wahren Informationen über das Produkt darstellen. Dies fördert das Vertrauen zwischen den Partner:innen in der Lieferkette. Die Unternehmen können durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Daten kollaborative Vorteile nutzen. NFTs können dazu beitragen, Lagerbestände zu reduzieren, die Entscheidungsfindung zu verbessern, die Gewinnspannen zu erhöhen und einen kundenorientierteren Ansatz zu schaffen. All dies wird dazu beitragen, die ESG- und CSR-KPIs zu verbessern, die eine wichtige Rolle bei der Einhaltung von CSRD und LkSG spielen.
In der Produktion, im Transport und in der Lagerhaltung tragen NFTs dazu bei, eine digitale Identität für jedes in einem System enthaltene Teil zu schaffen. Auf diese Weise können Fehler schneller erkannt und Rückrufe reduziert werden. Unternehmen sparen im besten Fall Millionen. Im Transportsektor können NFTs Details zu jeder am Lkw durchgeführten Reparatur liefern und nach zukünftigen Ausfällen Ausschau halten. Auch hier reduzieren sich die Gesamtkosten. NFTW oder NFT Warehouses ermöglicht es mehreren Parteien, einen Auftrag gleichzeitig auszuführen. Es bietet eine bessere Nachverfolgung, Transparenz und Bewegung von Waren, was die Datenerfassung und Berichterstattung erheblich erleichtert!
Ein anschauliches Beispiel dafür, wie Token bei der Identifizierung der gesamten Wertschöpfungskette hätten helfen können, finden wir in der COVID-19-Pandemie. Einem Bericht von ABC Australia zufolge wurde in Melbourne eine harmlose Kochsalzlösung mit dem COVID-19-Impfstoff von Pfizer verwechselt. Wäre jede kleine Impfstoffdosis mit einer eindeutigen NFT versehen gewesen, hätte man leicht feststellen können, welche Patienten den COVID-19-Impfstoff erhielten. Darin erkennen wir das Potential der NFT-Technologie. Sie ist dazu fähig, Missbräuche und Missgeschicke auf der ganzen Welt auszumerzen, da die Kunden Einblick in die gesamte Lieferkette, den Namen des Herstellers, die Lagerorte und die Lebensfähigkeit des Produkts haben.